Fotobericht: Die Highlights der Make Rhein-Main 2016

Am 30. und 31. Januar 2016 war die 3. Make Rhein-Main in Frankfurt. Man könnte aber auch sagen es war die erste richtige Make in Frankfurt – die Vorgänger waren deutlich unbekannter und auch noch in Offenbach. Der Themenschwerpunkt ging um das selbstständige „Machen“ von Dingen. In den meisten Fällen war dies mit Elektronik wie Arduino, 3D-Druckern und Co kombiniert, jedoch gab es auch komplett nicht-elektronische Gegenstände.

Die Make hatte über das Wochenende etwa 1000 Besucher und war in den Räumen des Kunstvereins Familie Montez unter der Honsellbrücke untergebracht. In zwei großen und mehreren kleinen Räumen gab es zahlreiche Stände und auch Verpflegungs- und Sitzmöglichkeiten. Da dies die erste Make in diesem Umfang im Rhein-Main Gebiet ist, hat sie auch viel Aufmerksamkeit von lokalen Medien bekommen. Sogar im Hessischen Rundfunk wurde ein Beitrag gezeigt. Da diese Mini-Messe so Umfangreich war möchte ich hauptsächlich Bilder sprechen lassen. Zu jedem Bild gibt es eine kleine Beschreibung und Infos über die jeweiligen Macher.

Honsellbrücke KVFM

Das obere Bild zeigt die Haupthalle mit Eingang, Bühne und Sitzmöglichkeiten. Die Räume waren sehr gut geeignet für die vielen Menschen und passten einfach gut zu dem Thema.

MachWerk

Das derzeit noch in der Planung befindliche MachWerk möchte einen Frankfurter Makerspace eröffnen, bei dem nicht nur „Profi Maker“, sondern auch Kinder und Anfänger die Zielgruppe sind. Gegenseitiges Lernen voneinander steht hier im Vordergrund. Dabei soll nicht nur auf Arduino und Co gesetzt werden, sondern auch auf Handwerk und andere Dinge ohne Elektronik. Das Konzept würde somit perfekt den derzeit schon bestehenden Hackerspace FFM ergänzen. Die neusten Infos gibt es derzeit auf Ihrer Facebook-Seite.

inmoov

Ein Stand zeigte den Roboter inmoov. Dies ist ein 3D Druck open-source Roboter mit Armen, Motoren und Sensoren, welcher über diverse Arduinos gesteuert wird. Das ausgestellte Modell wurde von dem Studiengang Optotechnik und Bildverarbeitung der Hochschule Darmstadt gebaut. Das Bild des Armes zeigt gut die Servomotoren, welche über „Sehnen“ die Finger bewegen. Mit 5 Fingern und dem drehbaren Handgelenk kommt der Roboter so auf 5 Servos im Unterarm, welcher normalerweise am Roboter befestigt ist.

LukasMerzWassertropfen

Selbsternannter Nerd, Fotograf und Maker Lukas Merz hat einen sehr spannenden Fotografie Aufbau zur Schau gestellt. Per Knopfdruck konnte der Aufbau einen Wassertropfen auslösen, welcher durch eine Lichtschranke fiel und daraufhin direkt die Kamera und etwas später einen Blitz auslöste. Da die einzige Lichtquelle der Blitz war, konnte die Kamera mit einer sehr langen Belichtungszeit ausgelöst werden und somit relativ simpel der Aufprall des Tropfens in das Wassergefäß festhalten.

Das obige Bild durfte sogar ich selbst mit meiner eigenen Kamera (und ein paar Versuchen) machen – beim Profi haben sie natürlich nochmal eine ganz andere Qualität. Wer mehr von seinen Bildern sehen möchte kann seine Webseite besuchen.

SpacenLaserHackerspaceFFM

Der Hackerspace FFM – mit Sitz in Oberursel – war mit zwei Ständen vertreten. Mit Space n Laser haben die Jungs definitiv den spektakulärsten Aufbau der ganzen Make geschaffen. Mit zwei Laserguns konnten sich Spieler auf die Jagd nach Aliens machen. Diese hatten kleine Sensoren eingebaut und konnten so erkennen, wenn sie getroffen wurden. Da jeder Alien einzeln angeleuchtet wurde, „verschwanden“ diese nach einem Treffer für kurze Zeit! Im Hintergrund wurde per Beamer die aktuelle Punktzahl angezeigt. Außerdem gab es gab es ein sich bewegendes Raumschiff, welches ebenfalls ein Ziel war.

Ich will dieses Spiel auch haben! Solange muss man sich mit dem Artikel im Hackerspace-Wiki zufrieden geben.

Make Rhein-Main Vorträge

Am ersten Tag wurden neben den Ausstellungen auch zwei Vorträge gehalten. Der erste Vortrag wurde von dem Frankfurter Graffiti-Künstler Bomber im Rahmen eines TEDx Talks gehalten. Im zweiten Vortrag erzählte Roland Judas über die monatliche Vortragsreihe Webmontag Frankfurt. Der Herr auf der Bühne ist mir leider unbekannt, aber er moderierte die Vorträge.

Digital Retro Park

Der Digital Retro Park e.V. sammelt alte Spielekonsolen und Computer und war mit einer Ausstellung davon auf der Make. Neben der meiner Meinung nach noch nicht dazugehörenden Playstation 2 gab es auch wirklich alte Dinger. Das besondere war, dass man mit Jedem spielen konnte und sie nicht nur zum angucken aufgestellt waren. Auf dem Bild ist vermutlich ein Commodore 64 zu sehen. Da diese Konsolen älter sind als der Autor dieses Artikels, fehlen leider die Namen der Geräte.

Der Digital Retro Park ist derzeit mit Wanderausstellungen unterwegs und sucht derzeit noch nach festen Räumlichkeiten im Rhein-Main Gebiet. Alle Infos zum Verein gibt es auf Ihrer Webseite.

Hackerspace FFM

Neben Space n Lasers hatte der Hackerspace FFM noch einen weiteren Stand. Hier gab es neben netten Mitgliedern auch einen Mal-Roboter zu sehen (rechts im Bild), welcher diverse Bilder mit einem Stift zeichnen konnte. Außerdem war dies definitiv der Stand mit den meisten LEDs! Wer den Hackerspace einmal besuchen möchte, findet hier die Webseite.

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