ThinkPad T460p – Das eigentliche Highlight der CES?

Auf der gerade stattfindenden CES wurden viele Produkte vorgestellt, am spannendsten finde ich natürlich die neuen ThinkPad Modelle von Lenovo. Endlich ist die chinesische Firma wieder auf dem richtigen Weg und baut hochwertige Laptops, die seinesgleichen suchen. Da dem meiner Meinung nach spannendste Modell nahezu keine beachtung in der Presse geschenkt wird (Yoga „Spielzeug“ ThinkPads sind eben innovativer), möchte ich hier auf das neue T460p eingehen.

Das T460p ist ein klassisches 14″ Notebook der absoluten Extraklasse. Bereits das Gehäuse eines T Modells ist nach einem amerikanischen Militärstandard (MIL-SPEC) gebaut und kann auch Wasserspritzer ohne Probleme abbekommen (can withstand a 500 cc water spill test).

Bei den Prozessoren setzt Lenovo bei dieser Reihe nicht auf U Prozessoren mit maximal 15 Watt TDP, sondern auf 4-Kern HQ Prozessoren mit 45 Watt. Somit wird ein wenig Akkulaufzeit gegen echte Performance eingetauscht. Der Einstiegsprozessor ist der i5-6300HQ (5653 Punkte von CPU Benchmarks, 2,3 bis 3,2 GHz), darauf folgt der i5-6440HQ (noch nicht bewertet, 2,6 bis 3,5 GHz).

Wer noch mehr Power braucht bekommt auch zwei i7 Prozessoren mit HyperThreading. Der bekanntere i7-6700HQ (8017 Punkte, 2,6 bis 3,5 GHz) und der i7-6820HQ (8856 Punkte, 2,7 bis 3,6 GHz).

Thinkpad_T460p-Detail

Für die Grafik ist entweder die im Chip integrierte IGP von Intel zuständig (HD 520 im 6300 / HD 530) oder eine dedizierte Nvidia GeForce 940MX. Zumindest mit der Nvidia Grafik sollte man auch PC Spiele in mittlerer Qualität spielen können. Das ThinkPad T460p kann auf bis zu 32 GB DDR4 Arbeitsspeicher aufgerüstet werden, außerdem ist zur Verbesserung des Tons Dolby Home Theater v4 integriert.

Der Bildschirm beginnt mit einem Full HD IPS Anti Glare Display und kann sogar ein Upgrade auf ein 2560 x 1440 WQHD IPS Display bekommen. Für eine Größe von 14 Zoll ist dies wirklich enorm. Die restliche Hardware umfasst 3 USB3.0 Ports, Ethernet, Mini DisplayPort, HDMI, SD Karten Leser, einen kombinierten Kopfhörer / Mikrofon Anschlus, einen Fingerabdruckscanner und natürlich eine beleuchtete Tastatur. Jede der drei WLAN Karten bietet den ac Standard und Bluetooth 4.1.

Der Preis für dieses Arbeitsgerät soll ab 1250 Dollar beginnen. In Deutschland wird man daher sicher einen Preis von 1300 bis 1400 Euro einplanen können. Dies ist zwar nicht günstig, aber selbst ein einfaches 13 Zoll MacBook beginnt ab 1450, die 15 Zoll Variante startet ab 2250 Euro. Dagegen ist ein ThinkPad geradezu billig und man bekommt auch die beste Qualität, die man in der Windows / Linux Welt bekommen kann.

Nachtrag vom 9.1.16:
Lenovo hat inzwischen auch die offizielle Seite zum T460p freigeschaltet. Hier werden noch ein paar Daten gesagt und mehr Bilder gezeigt (siehe Bildergalerie unten):

  • Akkulaufzeit Bis zu 8 Stunden mit 47,5 Wh
  • Gewicht: Ab 1,8 kg
  • Dual-Array-Mikrofone mit Geräuschunterdrückung
  • Power Bridge Akku, intern und externer Akku

Weitere Infos zu den neuen ThinkPad Modellen:

Quelle: Lenovo PressemitteilungLenovo Shopseite

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  • Clemens Haffner

    Noch reicht mir ein T400 (mit ATI) aber wenn ich ins Studium gehe, werde ich wohl definitiv Upgraden, denn dann ist auch mein Tower nicht mehr der neueste. Ist halt für ein Business-Gerät unüblich, aber ich HOFFE, Lenovo bringt mal ein komplett Gamingfähiges 4x0p raus. der Prozessor ist ja schon Top, die Grafik ist aber halt eher Mittelklasse. Dagegen spricht zwar nichts, aber leider sind Grafiken wie diese nach ein Paar Jahren dann garnicht mehr zum zocken geeignet. Thinkpads sind aber schon was ganz besonderes, denn sie sind Laptops, die im Gegensatz zu sehr vielen Consumerprodukten stabil und auf Dauer gebaut sind. Mein X41t (subnotebook 2005) ist heute immernoch im Einsatz, mit Linux. Reicht für die Schule als 2.Notebook noch aus.

    • Alexander_Ochs

      So sieht es aus. Wer ThinkPad Qualität haben möchte muss leider immer auf eine gute Grafik verzichten (außer vielleicht bei den W Modellen um die drei- bis viertausend Euro). Und richtige Grafikkarten bei Lenovo werden nur in IdeaPad Modellen verbaut.
      Eine externe Grafik für ThinkPads wäre perfekt, das ThinkPad selbst hält eh Jahre.

      • Clemens Haffner

        Es gibt ja schon die eGPU Lösung (z.B. über Expresscard Adapter) leider ist die zusätzliche Grafikpower dann aber halt nur am Externen Monitor zu nutzen